© 2018 by Ronja Wolf

created with wix.com

  • Himmel auf Erden
  • @ronjalarissawolf
  • Spotify Social Icon

Überschrift 1

Zurück zu Dir

Langsam,
durch das Dunkle
finde ich den Weg zurück zu Dir.

Du hast mich gesehen,
auch als ich Dich nicht sah.
Und jede Träne, jeder Schrei
hat Dich erreicht
Du warst so nah
immer da

Versteckt hinter Wolken,
verborgen im Fluch -
ich hab mich ständig verlorn
Du hast mich immer gesucht.

Der Traum


Bevor Gott dich schuf,
da hat er von dir geträumt.
Und als er aufwachte,
begann er dich zu vermissen.
So beschloss er, dich zu erschaffen.
Und er gab dir das Leben.
Vielleicht würdest du ihn auch lieben
und für immer bei ihm bleiben...?

Er würde alles geben,
egal, was es kostete -
und es kostete ihn alles
- der Versuch, dich zu behalten
und dein Herz zu gewinnen.

Bis heute kämpft er um dein Herz.
Wird er siegen?

Du bist unendlich geliebt.
Warum sonst sollte Gott dich erschaffen haben, wenn nicht, weil das Leben für ihn mit dir schöner ist als ohne dich?
Du bist so wichtig.

Fürchte dich nicht

Fürchte dich nicht,
wenn dein Leben zerbricht.
Wenn deine Lungen aufhören zu atmen
und dein Herz aufhört zu schlagen,
wenn deine Beine dich nicht mehr tragen,
weil die Last auf deinen Schultern zu groß geworden ist.

Fürchte dich nicht,
wenn sie dich verlassen,
wenn das Glück dich vergisst
und das Leben, das dich einst so verwöhnt hat,
nicht mehr länger für dich ist.
Fürchte dich nicht.

Denn es wird wiederkommen.
Er wird wiederkommen.
Er hat es versprochen.
Dass deine Beine dich wieder tragen,
dass dein Herz wieder schlagen
und deine Augen wieder strahlen werden.

Denn er wird wiederkommen
mit seinen eintausend Engeln,
um dich auf Flügeln nach Hause zu tragen
nach all diesen Jahren,
in denen die Engel selbst in deinen Träumen nicht sichtbar waren.

Aber wenn er wiederkommt, wirst du sehen,
dass er für jeden Stachel, der dich stach,
und jedes Wort, das dich zerbrach,
ein Geschenk dort auf dich wartet.

Denn der, der dein Herz kennt,
und der dich dann bei einem neuen Namen nennt,
weiß, was dir fehlt.
Und was dich traf, hat ihn noch mehr als dich gequält.

Wenn du nur sehen könntest, was kommt,
was dort auf dich wartet und wer dir verspricht,
dass keine Mühe jemals umsonst gewesen ist.
Dann würdest du anfangen trotzdem zu singen.
Mitten aus den Ruinen deines Lebens
würde ein leises Lied erklingen.

Für den, der dich kennt,
der sich nie von dir trennt
und der dich erwartet,
um all deinen dunklen Kapiteln ein glänzendes Ende zu geben. *

You may call it happy end. But for those who are with God there is no happy ending, because true love never ends, it just goes on and on.

Afghanistan

 

Afghanistan, افغانستان
wie oft gab dein grüner Tee, der Reis und das Fladenbrot mir ein Gefühl von Zuhause?
Ich vermisse einen Ort,
an dem ich nie gewesen bin.

Du Land voller Träume und Trümmer,
voller Tanz und tiefster Traurigkeit,
voll unzerbrechlichem Mut und endloser Minen,
voll größter Hoffnung und tiefster Verzweiflung.

Du Land der Taliban und Gottestänzer,
der grünen Täler und grauen Bergrücken,
der Schönheiten hinter Gittern und Mauern.

Das erste Buch, das man mir gab, hieß "Nach Afghanistan kommt Gott nur noch zum Weinen". Ich weiß, das ist nicht wahr, denn in dir gibt es viele, die für Frieden ohne Waffen kämpfen und die lieben, obwohl man sie gehasst hat. Aber ich lernte, dass die Hölle kein Ort ist, der auf uns wartet, sondern dass es ein Zustand ist, den Menschen ihr Leben und ihr Zuhause nennen.

Ich habe eure Tränen gesehen und euer Blut.
Ich kenne eure Narben und euren Mut.
Ich habe eure Schreie und euer Flüstern gehört.
Ich kenne eure jungen Frauen und ich kenne euren jungen Männer.
Ich kenne eure Liebe. Und ich kenne eure Lügen.

Ihr seid in mein Land gekommen und habt mich in eure Häuser und Herzen aufgenommen. Ihr seid meine Freunde und ihr seid für mich Familie. Ich habe die Sprache eures Mundes und eures Herzens kennengelernt und werde doch für immer eine Fremde bleiben. Eine Privilegierte. Weil ich glücklich bin und frei. Weil ich nicht weiß, wie es ist geschlagen zu werden und seine Heimat zu verlieren und Gott nur in einer fremden Sprache zu mir sprechen zu hören.

Wie kam der Teufel in euer Paradies?
Wer hat euren Liebenden das Lieben verboten, euren Frauen die Freiheit und euren Kindern die Zukunft geraubt?

Wie konntet ihr alle Feinde von außen besiegen, aber nicht den Hass in euren eigenen Häusern?

Ihr gebt mir alles, was ihr habt.
Ich will euch alles geben, was ich habe.

Ich habe mich in euch verliebt.
Und ihr habt mir meinen Frieden geraubt.
Aber vielleicht sind eure Tränen mehr wert als mein Frieden und euer Lachen schöner als meine Ruhe.

Möge der Allmächtige
eure Liebenden zusammenführen,
euren Kindern eine Zukunft geben,
euren Frauen die Freiheit
und eurem Land den Frieden.

Möge in euren Herzen die Liebe siegen.

Licht in meinen Händen

Du schickst mich in die Hölle
mit Licht in meinen Händen
dorthin, wo Kinder streiten und Frauen weinen
und Männer ihre Köpfe gegen die Wände schlagen

Du schickst mich in die Hölle
mit Hoffnung in meinem Herzen
dorthin, wo sie aufgehört haben zu lieben
und wo Vater und Tochter zu Feinden geworden sind

Du schickst mich in die Hölle
mit Licht in meinen Händen,
der frohen Botschaft und dem ewigen Gott in meinem Herzen.

Aber wird mein Licht die Dunkelheit vertreiben können?
Wird meine Liebe den Hass besiegen können?
Wird meine Wärme die kalten Körper und Herzen erwärmen können?
Ich weiß es genau: Niemals ich. Nur du.

Und du gibst mir dein Licht in meine Hände,
deinen Frieden in meinen Mund,
deine Geschichten in meinen Kopf,
deinen Mut in meine Schuhe,
und dein Leuchten in meine Augen.

„Warum in die Hölle?", frage ich dich und starre in die finstere Nacht.
„Wohin sonst?", fragst du zurück,
„Wohin sonst soll der Himmel seine Engel senden?"

Und so ziehe ich langsam in die Dunkelheit hinaus.
Betend.
Bitte, Gott, lass mein Licht nicht ausgehen.

Bitte geh mit mir.

Königstochter

Ich weiß, woher ich komme.
Und ich weiß, wohin ich gehe.
Ich bin die Tochter eines Königs,
eine Geliebte des Siegers.
Mein Ursprung ist die Liebe.
Mein Zuhause ist das Paradies.
Mein Ziel ist mein Gott.
Meine Familie seine Kinder.
Ich bin freigekauft.
Ich werde voll Sehnsucht erwartet.
Auf mich wartet eine Ewigkeit
in den Armen des Freundes
an den Höfen des Königs
am Tisch meiner Familie
im Haus meines Vaters.
Ich gehe.
Auf mich wartet ein Fest.
Ich habe nichts zu verlieren
- ich zögere -
außer dich.
Kommst du mit?

Kind,

Vielleicht hast du vergessen,
wer du bist.
Aber ich habe nicht vergessen,
wer ich bin.

Ich bin
dein König, dein Meister,
dein Vater, dein Fels,
dein Hirte, dein Heiler,
ich bin
der Schöpfer dieser Welt.

Und wenn du nicht mehr weißt,
wie viel du für mich geben würdest,
habe ich nicht vergessen,
was ich für dich gegeben habe.

Du bist mein Schatz,
du bist mein Kind,
meine einzige Angst
und der Grund, warum mein Herz singt.

Du bist mein Wunsch,
mein einziger Gedanke.
Und wenn du bei mir bist,
habe ich mein Ziel erreicht.

Ich werde weiter nach dir suchen,
wann immer du mich wieder vergisst.

Habe ich dir nicht gesagt?

Hab ich dir nicht gesagt,
ich werde bleiben.
Hab ich dir nicht versprochen
dich zu heilen.
Hab ich dich nicht gelehrt,
dein Gott schreibt grade auch auf krummen Zeilen?

Hab ich dir nicht gesagt,
ich werde kommen.
Hab ich dir nicht gesagt,
dein Ruf ist angekommen.
Hat meine Gegenwart
nicht mehr Gewicht als 1000 Tonnen
von deinem Schmerz?

Bin ich nicht genug für dich?
Bin ich nur Ergänzung?
Bin ich only nice-to-have
Wo ist meine Begrenzung?
Dass ich für dich nicht genug bin?

Erwarte mehr von mir.
Ich bin viel größer,
groß genug, um jedes Loch zu füllen.
wenn du mich lässt

Lass mich
Gott sein.

Zu dir rufen wir

„Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen.
Woher wird mir Hilfe kommen?
Meine Hilfe kommt von dem Herrn,
der Himmel und Erde gemacht hat.
Denn der dich behütet, schläft nicht.“
Und der dich gemacht hat,
hat dich nicht vergessen.
(Psalm 121,1)

Zieh uns aus den Fluten,
in denen wir ertrinken!
Führ uns aus der Nacht,
in der wir erblinden!
Hol uns aus dem Feuer,
in dem wir verbrennen!

Zu dir schreien wir.
Denn wir haben hier keinen Helfer außer dir.
Und wer könnte uns retten und heilen außer du?
Wenn alle anderen uns verlassen,
verlässt du uns doch nicht.

Du bist unsere Zuflucht,
zu dir fliehen wir.
Du bist unsere Rettung,
zu dir rufen wir.
Du bist unsere Hilfe,
zu dir kommen wir.
Weil du gesagt hast,
du willst helfen.

Sei unser Gott und stelle uns wieder her.
Denn wir sind nur Menschen.
Und ohne dich können wir nichts tun.

Die Stille der Tiere

Es gibt Zeiten, in denen man die Stille der Tiere braucht, um sich von den Menschen zu erholen.

Die Tiere lieben uns mit ihrem Schweigen mehr als die Menschen mit ihren Worten.

Durch ihre Blicke sagen sie dir:
Du bist wichtig.

Durch ihr Schreien sagen sie dir:
Du wirst gebraucht.

Durch ihre Zärtlichkeit sagen sie dir:
Du bist liebenswert.

Durch ihr Vertrauen sagen sie dir:
Du bist stark und du bist gut.

Durch ihre Nähe sagen sie dir:
Du bist nicht allein.

Ihr Körper versorgt uns. Ihre Nähe heilt uns. Sie machen uns zu besseren Menschen. Es gibt kein gutes Leben ohne Tiere. Wir wurden für Freundschaft mit ihnen geschaffen.

 

Erinnerst du dich?

Tiere

 

Würde Gott eines Tages die Tiere fragen,
ob wir als Menschen das Paradies verdient haben -
was würden sie sagen?
Würden sie uns vergeben,
nach all dem, was wir ihnen angetan haben?
Dass wir uns bedienten an ihrem Leben,
ohne ihnen dafür Luft und Sonne und Freiheit zu geben?

Sie geben uns alles, was sie haben
ihre Milch, ihr Fleisch, ihre Kraft und ihr Leben -
sie geben alles - ohne zu klagen.
Und ohne uns nach Lohn und Wertschätzung zu fragen.
Mögen wir dafür sorgen,
dass sie ein gutes Leben haben.

Wir leben von ihnen.
Wie sagen wir danke dafür?

Gott vergib uns
und hilf uns für die Tiere zu sorgen
wie du es tust.

 

 

Deine Bestimmung

Komm mit - zurück
und ich zeige dir den Ort,
an dem du geboren wurdest.
Damit du Wurzeln bekommst,
die dir im Sturm Halt geben werden.

Und komm - voran
und ich zeige dir das Leben,
für das du geschaffen wurdest.
Damit du Flügel bekommst,
die dich über diese Welt emporheben werden.

Denn du sollst kein Heimatloser sein,
der seinen Vater und sein Zuhause nicht kennt.

Und du sollst kein Haltloser sein,
der sich an den vergänglichen Dingen
dieser Welt festklammern muss.

Und du sollst nicht leben wie die Menschen dieser Welt,
die vergessen haben,
dass sie Gotteskinder sind
und sich darum wie Tiere benehmen.

Du sollst kein Gefangener der Erde sein,
der das Ewige nicht sieht
und das Unsichtbare nicht kennt.

Du sollst wissen, woher du kommst.
Und du sollst wissen, wer du bist.

Du bist ein Kind aus dem Paradies
und dorthin sollst du auch zurückkehren.

Du bist das Kind des Vaters,
Geliebte des Königs,
Ebenbild des Schöpfers,
Kämpfer alles Guten und Wahren
und Bürger einer anderen, besseren Welt.

Vergiss das nicht,
erinner dich.

Und werde,
wozu du geschaffen wurdest!

Weite

Oh Kind aus dem Paradies,
erinnerst du dich an das Leben, für das du geschaffen wurdest?

Ist dein Herz krank geworden in dem Lärm der Motoren und Stimmen, zwischen den Mauern der Stadt, mit den Füßen auf Beton, dort, wo der Himmel nachts niemals dunkel wird?

Du brauchst Wind,
du brauchst Weite,
du brauchst Stille,
du brauchst Tiere,
du brauchst Gras und Sonne und Blumen und Bäume.

Du brauchst schwarze Nächte,
fließendes Wasser,
das Lachen der Kinder,
das Singen der Kühe,
das Schreien der Vögel,
den Geruch von Erde,
das Schweigen der Wälder.

Geh raus aus der Stadt,
damit dein Herz sich daran erinnert,
wo es Zuhause ist.

Geh zurück an den Ort,
für den du geschaffen wurdest,
sooft du kannst.
Dort wird dein vergessener Körper und deine müde Seele Heilung finden.

© Copyright aller Texte: Ronja Wolf

 

Fotos: CC0

This site was designed with the
.com
website builder. Create your website today.
Start Now