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  • Ronja Wolf

Ramadan


Foto: Ronja Wolf


Ramadan. Wer hätte gedacht, dass ich einmal das Gebet zum Fastenbrechen sprechen würde? Was für ein schöner Abend!

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Nein, ich faste nicht. Und Ramadan und ich sind auch nach fünf Jahren noch immer keine Freunde geworden, sondern eher Bekannte, wir grüßen uns höflich und trennen uns dann wieder. Ich glaube nicht, dass Gott uns vergibt, weil wir fasten, sondern weil er gut ist. Ich glaube, dass er uns zu besseren Menschen macht, nicht der Hunger.

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Aber ich nutze jede Gelegenheit, bei der man zusammen beten, über Gott sprechen, lachen, essen und Freundschaft feiern kann. Danke an meine liebe Freundin - ihr seid für mich Familie geworden. Danke für deine Gastfreundschaft, die Bulani, das leckere Essen, dass du so oft für mich kochst!

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Ich erzähle zu wenig von meinem eigentlichen Leben. Denn das verbringe ich vor allem in Hochäusern, in Parks, an Küchentischen, über Deutsch-Arbeitsblättern und mit Kinder-Spielen. Ihr macht mein Leben schön.

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Und vielleicht lerne ich noch irgendwann so gut wie ihr zu kochen. Oder wie man einen ganzen Monat nutzen kann, um sich ganz auf Gott zu konzentrieren, an die Armen zu denken, Zeit für Familie und Freunde zu haben und sich daran zu erinnern, dass alles von dem Einen kommt und zu dem Einen geht. #ramadan2020

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