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Es sind nur Wolken

October 30, 2016

 Foto: Ronja Wolf

 

Kennst du Hiob? Jeder kennt Hiob. Hiob ist der Mann, der alles verloren hatte, was man verlieren kann. Und weißt du, was ich an Hiob am meisten liebe? Seine unverblümte Ehrlichkeit. Hiob sagte, was er fühlte und dachte. Und nachdem er alles verloren hatte, dachte er, Gott wäre sein Feind. Und so sehr er Gott auch suchte, er konnte ihn nicht finden. Er fühlte, dass Gott ihn ungerecht behandelte. Gott war ihm fremd geworden. Er konnte den lieben und gerechten Gott, der ihm früher so vertraut war und von dem die anderen redeten, nicht mehr sehen.

 

Aber was ich an Hiob noch mehr bewundere ist: Er wusste immer, das sind nur Wolken. Gott ist gut und er ist da. Und wenn die Wolken eines Tages wieder weg sind, dann wird er ihn wieder sehen, wie er wirklich ist.

 

Wenn du Gottes Helligkeit und Schönheit – seine Güte, Nähe, Fairness und Liebe jetzt nicht sehen kannst, dann sei beruhigt. Das ist normal. Das ist nicht schlimm. Die Wolken dieser Welt, das Leid, hat sich zwischen dich und Gott geschoben. Sie verdunkeln dein Leben, dein Herz und dein Denken. Aber es sind nur Wolken. Das bedeutet: Sie werden sich auch wieder verziehen. Vielleicht haben sie sich in deinem Leben festgesetzt, hängen zwischen den Berggipfeln deines hochhausshohen Leides als wollten sie für immer bleiben. Als würde es für immer regnen. Aber Wolken bleiben nie ewig. Nirgendwo regnet es ewig. Wolken gehen immer irgendwann wieder. Und hinter ihnen liegt immer – ob du es sehen kannst oder nicht – eine strahlende Sonne und ein funkelnder Sternenhimmel.

 

Denke daran, wenn du Gott gerade nicht sehen, fühlen oder lieben kannst: Gott ist wunderschön, riesengroß, endlos gut und unglaublich nah. Nur liegen zwischen dir und ihm gerade Wolken. Jetzt zu glauben heißt: sich an dem nicht-Sichtbaren festhalten. An das glauben, was du nicht sehen oder fühlen kannst. Gottes Schönheit. Hinter den Wolken dieser Welt.

 

Sage deinem ängstlichen und wütenden Herz: „Jetzt zwar sieht man das Licht nicht, das doch leuchtend hinter den Wolken steht; aber der Wind wird sich erheben und sie wegfegen. Von Norden her kommt Goldglanz; Gott ist von wunderbarer Pracht umgeben.“ (Hiob 37,21) Es wird alles wieder gut.

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