© 2018 by Ronja Wolf

created with wix.com

  • Himmel auf Erden
  • @ronjalarissawolf
  • Spotify Social Icon

Gethsemane

December 2, 2016

Foto: Ronja Wolf

 

„Vater, wenn du willst, nimm diesen Kelch von mir weg - doch nicht mein Wille, sondern der deine geschehe! (…) Und als er in Angst (o. im Kampf) war, betete er heftiger. Es wurde aber sein Schweiß wie große Blutstropfen, die auf die Erde herabfielen.“

(Lukas 22,42-44)

 

Dein Wille geschehe. – das müssen wir erst dann sagen, wenn unser Wille ein anderer ist.

 

Gehorsam beginnt erst dort, wo wir einen anderen Weg gehen wollen als Gott.

 

Liebe ist das, was man für den anderen tut, weil man ihn liebt – aber nie ohne ihn und die Liebe zu ihm getan hätte.

 

Manchmal wollen wir Gottes Wege nicht gehen und alles in uns sträubt sich dagegen. Sein Wille ist zu schwer, sein Weg zu hart, der Preis zu hoch. Unsere Gefühle für Gott sind vielleicht nicht groß genug, dass uns diese Entscheidung leicht fällt oder um seinen Weg gerne zu gehen. Aber unsere Liebe zu ihm ist groß genug, um es trotzdem zu tun.

 

Erst im Gehorsam gegenüber Gott, wo wir gerne ungehorsam wären, wird unsere Liebe zu ihm sichtbar.

Wenn wir sagen „Dein Wille geschehe.“ – weil unser Wille ein ganz anderer ist – wird unsere Liebe zu Gott real und greifbar.

Und erst, wenn wir Gottes Wege gehen, wenn es uns alles kostet, ist unsere Liebe bewiesen.

 

Jesus hat das vor uns durchgemacht. Er weiß, wie das ist – den lebendigen Tod vor Augen zu haben und zu sagen: „Dein Wille geschehe.“ Wir alle könnten – wie Jesus – das Kreuz mit einem einzigen „Nein. Ich will das nicht. Das ist mir zu schwer.“ ablehnen. Oder wir können wie Jesus dem bitteren Zerbruch, der durch den nackten Gehorsam entsteht, ins Gesicht sehen und unser Kreuz auf uns nehmen – obwohl nichts in uns das Kreuz will.

 

Gott zu lieben – das ist ihm zu gehorchen, wenn es unsere Schätze kostet.

 

Gott zu lieben – das ist seinen Willen zu wählen, wenn alles in uns einen anderen Weg gehen will.

 

Ich bezweifle, dass Jesus gerne am Kreuz hing. Er hätte lieber darauf verzichtet. Der wahre Kampf fand in Gethsemane statt. Es war der Kampf um die Entscheidung, das Opfer, dass ihn alles kosten würde, bringen zu wollen. Es war der Kampf um sein freiwilliges „ja“ zum völligen Zerbruch.

 

Was ist dein Gethsemane? Und siehst du den Frieden, den Jesus hatte, nachdem er sich unter Blut, Schweiß und Tränen dazu durchgerungen hatte, zu Gottes Willen ja zu sagen? Jesus, weiß, wie du kämpfst. Er fühlt das mit dir. Aber wenn du „ja“ sagst zu dem, wovor du dich am meisten fürchtest, dann wirst du Frieden haben – egal, was dann passiert.

 

Jesus liebte nicht das Kreuz. Er liebte uns. Es ist okay, wenn du Gottes Weg nicht willst, wenn du das Gefühl hast, lieber sterben als gehorchen zu wollen. Wir sollen auch nicht das Opfern lieben. Du machst das für ihn – weil du ihn liebst. Auch, wenn du das nicht fühlst. Dein Gehorsam, wenn er dir am schwersten fällt, ist der größte Beweis für die Tiefe deiner Liebe zu Gott.

 

So ist auch das Kreuz der größte Beweis dafür, dass Jesus uns liebt. Weil er den Weg mit uns weiterging, selbst er als er ihn in die Hölle führte. Hängen wir auch so an ihm, wie er an uns? Liebe ist manchmal die Entscheidung für die Hölle – kein Gefühl. Weil wir wissen dürfen: Die Hölle dauert nur einen Moment, die Liebe aber ist ewig.

 

„Daran haben wir die Liebe erkannt, dass Er sein Leben für uns hingegeben hat…“

(1. Johannes 3,16)

 

„Wer aber sein Wort hält, in dem ist wahrhaftig die Liebe Gottes vollendet. Hieran erkennen wir, dass wir in ihm sind.“

(1. Johannes 2,5)

 

„Denn das ist die Liebe, dass wir seine Gebote halten; und seine Gebote sind nicht schwer. Denn alles, was aus Gott geboren ist, überwindet die Welt; und unser Glaube ist der Sieg, der die Welt überwunden hat.“

(1. Johannes 5,3-4)

 

Share on Facebook
Share on Twitter
Please reload

This site was designed with the
.com
website builder. Create your website today.
Start Now