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Zuerst und zuletzt

December 2, 2016

Foto: Ronja Wolf

 

 

Wenn dein Herz voll ist, zu wem rennst du, um es auszuschütten? Bei wem suchst du in deiner Verzweiflung Rat? Zu wem gehst du, damit dein Herz wieder Ruhe findet? Zu deiner besten Freundin, deiner Mutter, deinem Bruder, deinem Mann, deiner Frau, deiner Mitbewohnerin? Vielleicht trifft es auch einfach den nächsten Mensch, der dir über den Weg läuft. Denjenigen, der zuhause ist, wenn du nach einem langen Arbeitstag die Wohnungstür aufschließt. Und warum gehst du zu ihnen? Um Verständnis, Rat oder Trost zu finden? Das ist gut. Und menschlich.

 

Aber bevor du jetzt all deinen unverdauten Ärger, deinen angestauten Frust, deine niederschmetternde Enttäuschung oder größten Fragen bei deinem Gegenüber ablädst – warte mal. Halte mal kurz inne. Geh mal kurz zuerst zu Gott. Lade alles bei ihm ab, atme tief ein, erinnere dich daran, wer dein Gott ist gegenüber all den Dingen, die dich gerade so beschäftigen. Denn mit ihm sieht die Welt immer ganz anders aus. Das vergessen wir bloß ständig. Aber genau deshalb sollte er immer unser erster Zuhörer sein – bei allem, was uns beschäftigt. Er sollte nicht der Letzte sein, zu dem wir gehen, sondern der Erste. Weil wir dann auch unseren Mitmenschen ganz anders begegnen, wenn unser Herz seine Ruhe wieder in ihm gefunden hat. Wir begegnen anderen dann viel besser. Vor allem: Wir überfordern sie nicht. Und suchen bei ihnen nicht, wofür sie nicht zuständig sind. Und wir finden bei Gott wahren Frieden, den uns der beste Mensch nicht geben kann. Wir finden besseren Rat und tieferen Tost und mehr Geduld. Wir finden Gottvertrauen und das ist immer: ein ruhiges Herz.

 

Ich habe festgestellt, dass, wenn ich mit meinem aufgewühlten Kopf zuerst zu Gott gehe und ihm meine Sorgen klage oder Fragen vorlege, auch die Gespräche mit meinen Mitmenschen danach viel besser sind. Dass sie dann Gott die Ehre geben, anstatt sich nur negativ um mich und meine Probleme zu drehen. Und dann erwarte ich auch von Menschen nicht mehr das Unmenschliche, Unmögliche. Dann habe ich bereits Frieden, meine Sorgen abgelegt, meinen inneren Kompass wieder genordet und mein Herz ist beruhigt. Weil es bei Jesus diese Ruhe gefunden hat, die es nach so viel Aufregung so dringend gebraucht hat. Weil am Ende immer nur Gottvertrauen das ist, was unser Herz wieder sortiert und beruhigt. Und das finden wir nur im Gespräch mit ihm.

 

Dann klage ich vor anderen auch nicht so viel und rede nicht so negativ über andere. Und vor allem kann ich ihnen dann auch mehr zuhören, weil ich ja schon anderswo alles losgeworden bin. Ich bin selbstloser, wenn ich meine Lasten zuvor bei Gott abgelegt habe. Ich kann dann besser lieben. Dann ist mein Herz wieder in der Verfassung auch für andere da zu sein. Und dann werde ich nicht so enttäuscht, weil ein Gespräch mit Menschen niemals so gut sein kann wie ein Gespräch mit Gott. Deshalb ist es so wichtig, mehr mit ihm zu reden, als mit allen anderen.

 

Gott sehnt sich danach, dass wir alles mit ihm besprechen. Dass wir seinen Rat, seinen Trost, sein Mitgefühl, seine Anteilnahme mehr suchen als die von allen anderen. Er will die Liebe unseres Lebens sein. Unser bester Freund. Unser engster Vertrauter. Gott sehnt sich danach, dass wir zu ihm kommen. Er sehnt sich danach, unsere Stimme zu hören. Er sehnt sich danach, dass wir das alles mit ihm besprechen. Er sehnt sich danach, dass uns alles in seine Arme treibt. Vor allem anderen.

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