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Schlechtes Leben. Guter Gott.

December 27, 2016

 Foto: Ronja Wolf

 

Verfluchtes, gesegnetes Leid.

 

Du machst aus dem Dreck in meinem Leben so viel Dünger, Gott. Das Leid bringt mein Leben zum Blühen. Weil du in deiner Hand Fluch zu Segen und Mist zu Dünger verwandelst. Du nennst es Erlösung. Mir scheint es wie ein Zauber. Wirklich!

 

Es ist das Wunder des Kreuzes: Wie kannst du aus dem Allerhässlichsten den schönsten Liebesbeweis machen? Du kannst das. Du machst das. Mit dem ganzen Dreck in meinem Leben. Durch deine Liebe wird das alles am Ende so gut und so schön! Du machst aus meinen Scherben so viel Schönes, dass ich mir fast noch mehr Scherben wünsche. Nur um dich dabei zu bewundern, wie du erlöst.

 

Gott, du segnest mein verdammtes Leid zu viel. Wie soll ich es verfluchen, wenn du solch einen Segen darauf legst? Wie soll ich es mir wegwünschen, wenn du *darum* so nah bist und so viel gibst? Ich kann mir nicht wünschen, es wäre alles nie geschehen, weil du daraus so viel Gutes drehst.

 

Mit meinem Leid würde ich dich ja verlieren…

 

…mit meiner Hoffnungslosigkeit deine Wunder,

mit meinen Scherben deine Heilung,

mit meinen Tränen deinen Trost,

mit meiner Gefangenschaft deine Rettung,

mit meiner Blindheit deine führenden Hände,

mit meiner Einsamkeit deine Nähe.

 

Es wäre alles trotzdem da. Aber es wäre nie so schön, nie so tief und nie so bedeutend und kostbar für mich. Im Dunkeln ist uns das Licht so viel wichtiger und wertvoller.

 

Kann ich denn mein Leid lieben? Alles Kaputte?

Wie soll ich es hassen?

Denn was du daraus machst – darauf will ich nicht mehr verzichten!

Du Magier, du. Du Zauberer. Du Wundertäter. Du Geheimnis. Du Paradox. Du Schöner.

Mein Gott!

 

Ich liebe dich.

Viel mehr als alles andere.

Es fühlt sich nur oft nicht so an.

Aber ich weiß ganz genau, immer:

Du bist schöner.

Du bist besser.

Du gibst mehr.

 

Mein Schatz. Du.

 

Mein Leben kennt nur zweierlei: Verzweiflung oder Glück. Du oder nicht du.

 

 

***

 

 

Schlechtes Leben. Guter Gott.

Manchmal hasse ich mein Leben. Aber ich liebe dich. Und wie kann ich mein Leben hassen, wenn ich dich doch dadurch lieben gelernt habe? Ich müsste es lieben, mein Leben. Weil du ja darin bist. Weil es ja an dir hängt. Jede Minute, jede Stunde, jeder Tag. Weil ich von dir ohne mein Leben gar nichts habe. Also muss ich es lieben, mein schlechtes Leben. Wegen dir, guter Gott.

 

 

***

 

 

„Ich verachte mein Leben.“

(Hiob 9,21)

 

„Meine Tage sind dahin, zerrissen meine Pläne, die Wünsche meines Herzens.“

(Hiob 17,11)

 

„Der Herr ist gut.“

(Psalm 25,8)

 

„Er heilt, die zerbrochenen Herzens sind, und verbindet ihre Wunden.“

(Psalm 147,3)

 

„Dreimal habe ich zum Herrn gebetet, dass der Satansengel von mir ablässt. Aber der Herr hat zu mir gesagt: ‚Du brauchst nicht mehr als meine Gnade. Je schwächer du bist, desto stärker erweist sich an dir meine Kraft.‘ Jetzt trage ich meine Schwäche gern, ja, ich bin stolz darauf, weil dann Christus seine Kraft an mir erweisen kann. Darum freue ich mich über meine Schwächen, über Misshandlungen, Notlagen, Verfolgungen und Schwierigkeiten. Denn gerade wenn ich schwach bin, dann bin ich stark.“

(2. Korinther 12,8-10)

 

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