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Auf der Jagd nach innerem Frieden

January 20, 2017

Foto: Ronja Wolf

 

Immer wieder habe ich sein Facebook-Profil aufgerufen und seine gelöschte Nummer wieder kurz in mein Handy eingespeichert, um seine wechselnden Profilbilder auf What’s App verfolgen zu können. Wann war er zuletzt online? Was macht er gerade? Weil ich ihn so vermisst habe. Ich konnte ihn einfach nicht loslassen. Bis ich begriffen habe: Das hier ist auch Selbstverletzung. Ich suche darin Frieden, weil es meine schreiende Sehnsucht für einen kurzen Moment ruhig stellt und mir deshalb vermeintlich gut tut. Aber in Wirklichkeit reißt es die kaum verheilten Wunden wieder auf, reißt sie tiefer.

 

Die wenigsten von uns gehen so weit, sich zu ritzen. Wenige nehmen harte Drogen, viele die weicheren legalen Drogen, schädliche Genussmittel. Um vor der unerträglichen Wahrheit in den Frieden zu fliehen. Aber auch alles andere, was wir übermäßig tun, um den Schmerz zu betäuben oder um uns zu belohnen, damit wir Frieden finden, ist eine Art von Selbstverletzung: übermäßiges Schokoladenessen, übermäßiges Arbeiten, exzessives Sporttreiben, zu laute Musik hören oder negative, zerstörerische Musik. Alles das beruhigt uns zwar, hilft uns zwar irgendwie zu überleben, aber es macht uns auch kaputt. Auch Pornografie ist nichts anderes als Jagd nach Frieden. Hauptsache unser Herz bekommt für einen kurzen Moment seinen Frieden.

 

All das ist Teil unserer verzweifelten Jagd nach Frieden. Unser ganzes Leben lang sind wir auf der Jagd nach Frieden – Ruhe für unser aufgewühltes und verletztes Herz. Aber es gibt bessere Medizin, einen besseren Frieden, der nicht zerstört:


in der Natur laufen, bei Tieren sein, Blumenbeete pflanzen, malen und schreiben, gute Musik hören oder selbst machen, Entspannungsübungen, mit Freuden sprechen, weinen, gesunden Sport machen. Auch das beruhigt, entspannt, hilft uns unser Gleichgewicht zu finden, ohne uns gleichzeitig zu zerstören.

 

Aber schließlich liegt der größte Friede darin: zu erkennen, wer Gott ist, wer wir in seinen Augen sind und auf welchen Wegen er uns helfen und lieben will. In Gottes Armen zu liegen, in dem Wissen um seine Liebe, Erlösung, Allmacht, Güte, Weisheit, Führung und Gerechtigkeit zu ruhen – das ist ein Frieden, den diese Welt nicht kennt, nicht geben kann und der den Verstand übersteigt. Das heilt unsere Wut, unsere Verzweiflung, unsere Trauer, unsere Unsicherheit, unsere Angst, unseren Selbstzweifel und unsere Minderwertigkeitsgefühle, unsere Scham und unsere Schuldgefühle. Es heilt und beruhigt sie nicht nur. Das ist wahre Heilung für unsere Seele, weil wir dort die Versicherung finden: Du bist genug. Und Gott führt alles zum Guten. Wenn du ihn hast, hast du alles, was du brauchst.

 

Dann musst du dich nicht selbst zerstören. Du kannst anderswo finden, was du suchst. Sogar noch mehr. Etwas Besseres. Einen besseren Frieden als der, den die Welt uns geben kann.

 

„Denn Er ist unser Friede.“
(Epheser 2,14)

 

„Doch wenn der Vater den Ratgeber als meinen Stellvertreter schickt - und damit meine ich den Heiligen Geist -, wird er euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe. Ich lasse euch ein Geschenk zurück - meinen Frieden. Und der Friede, den ich schenke, ist nicht wie der Friede, den die Welt gibt. Deshalb sorgt euch nicht und habt keine Angst. Denkt an das, was ich euch gesagt habe.“
(Johannes 14,26-28)

 

„Ihr werdet Gottes Frieden erfahren, der größer ist, als unser menschlicher Verstand es je begreifen kann. Sein Friede wird eure Herzen und Gedanken im Glauben an Jesus Christus bewahren.“
(Philipper 4,7)

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