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Mit der Wahrheit leben lernen

January 20, 2017

 Foto: Ronja Wolf

 

Weil die Welt schön, aber kaputt ist, sollten wir Trauer spüren.
Weil wir einen Feind haben, der sie zerstört, sollten Wut spüren.
Weil Gott unendlich viel größer ist als wir und wir ihn niemals völlig verstehen können, sollten wir viele offene Fragen haben.
Weil hier nicht das Paradies ist, sollten wir viele unerfüllte Sehnsüchte haben.
Weil auf dieser Welt Winter ist, sollten wir hier manchmal die Kälte spüren.

 

Wenn diese Welt nicht okay ist – und das ist sie nicht – dann sollten wir das wahrnehmen. Wir sollten uns der Wahrheit stellen und mit ihr leben lernen. Das Kaputte und Fehlende als solches wahrzunehmen und deshalb Schmerz zu fühlen, ist gut. Das heißt es, „in der Wahrheit zu leben“ und nicht eine Lüge vorzutäuschen. Hier ist vieles nicht okay und das tut weh. So ist es.

 

Wir sollten Wut, Trauer und Schmerz nicht verdrängen, sondern lernen, damit zu Gott zu kommen. Denn genau für das Kaputte ist er ja Erlöser.

 

Und deshalb hat das alles auch Platz in unseren Gebeten – Wut, Trauer, Fragen, ungestillte Sehnsucht, Schmerz. Die Bibel ist voller solcher Gebete. Wir reden mit dem Erlöser – sollten wir so tun, als bräuchten wir keine Erlösung aus dieser Welt? Wie absurd. Wir sollten ihm in den Ohren liegen mit unserem Schmerz über die Scherben dieser Welt. Möge er bald kommen! Es ist unangenehm hier.

 

„Dein Reich komme.“ Denn es fehlt hier so sehr. Du fehlst. „Dein Wille geschehe.“ Denn er geschieht hier so oft nicht. Mögen wir Klagelieder singen. Sie zeigen, wie sehr wir das Gute lieben. Aber hier liegt es in Scherben. Und wir müssen nicht so tun, als wäre alles gut, oder als wäre in unserem Herzen alles gut. Denn wenn wir Gott haben, können wir mit der Wahrheit gut leben.

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