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Mehr Warheit. Mehr Gott. Mehr gut.

February 27, 2017

 Foto: Ronja Wolf

 

 

Alles beginnt mit der Wahrheit. Damit, dass wir uns der Wahrheit stellen - auch unserer Wahrheit, den unangenehmen Tatsachen über uns: unsere Angst, unser Versagen, unseren Neid, unsere Wut, unsere Trauer, unsere Hilflosigkeit, unsere Enttäuschung, unseren Mangel, unsere Unbarmherzigkeit und Schlechtigkeit. Wir alle neigen dazu, vor unserer eigenen Wahrheit davonzulaufen. Sie ist auch wirklich unerträglich – ohne Gott. Daran muss ein Mensch zerbrechen – wenn er keinen Gott hat, der heilt. Es ist eine Art Schutzmechanismus des gott-losen Menschen, vor der unangenehmen Wahrheit zu fliehen. Denn unsere eigenen Scherben zu sehen tut weh. Und was machen wir mit ihnen ohne Gott? Aber wir wissen ja: Da ist Gott. Ein guter, wunderbarer allmächtiger Gott. Ein Gott, der alles gut macht, was wir zu ihm bringen.

 

Aber deshalb wollen wir das Schlechte nicht sehen und nicht fühlen – in unserem Kopf soll die Welt gut sein. Denn eine gute Welt ist eine angenehme Welt. Hilfe, Rettung, Trost, Führung zu brauchen macht uns so abhängig, so klein, so schwach, so verletzlich, so unvollkommen. Das ist unangenehm. Also reden wir uns selbst vor uns manchmal gut, wenn eigentlich gar nichts gut ist. Aber wenn wir das Unangenehme in unserem Leben verdrängen - durch Ablenkung, davor davonlaufen, es betäuben oder verleugnen – dann werden wir es nie los. Es hängt wie eine schwere Kugel an unserem Bein und hindert uns am vorwärtskommen. Erst, wenn wir es zu Gott bringen, kann er uns davon befreien. Aber dafür müssen wir es sehen, es wahrnehmen, es als Tatsache anerkennen und Gott um Hilfe bitten. Wir müssen erkennen, dass wir ein Problem haben, damit Gott wirken kann.

 

Wenn wir unsere Scherben verschweigen,

kann Gott nichts Neues daraus machen.

 

Wenn wir unser Versagen verdrängen,

kann Gott uns keine Gnade schenken.

 

Wenn wir unsere Angst betäuben,

können wir Gottes Frieden nicht erfahren.

 

Wenn wir uns nicht unserer Trauer stellen,

können wir Gottes Trost nicht erleben.

 

Wenn wir uns nicht unserer Hässlichkeit stellen,

kann Gott uns nicht seine Schönheit schenken.

 

Wenn wir unsere Hilflosigkeit nicht zugeben,

kann Gott uns nicht seine Hilfe schenken.

 

Wenn wir ihm nicht unseren Mangel bringen,

dann kann er ihn nicht ausfüllen.

 

Wenn wir Gott nicht unsere Verletzungen zeigen,

dann kann er unsere Wunden nicht verbinden und sie heilen.

 

Wenn wir uns ohne Jesus nicht verloren fühlen,

fühlen wir uns auch nicht durch ihn gerettet.

 

Es kann nur alles gut werden, wenn wir zugeben, dass nicht alles gut ist. Und wenn wir glauben, dass Gott alles gut machen kann.

 

Erlösung beginnt damit, dass wir uns der hässlichen Wahrheit über uns stellen,

damit wir die schöne Wahrheit über Jesus lernen können.

 

In unserer Angst erleben wir ihn als unseren Frieden.

In unserem Versagen erleben wir ihn als Erlöser.

In unserer Trauer erleben wir ihn als Tröster.

In unserer Hilflosigkeit erleben wir ihn als Helfer.

In unserer Einsamkeit erleben wir ihn als Freund.

In unserer Schwäche erleben wir ihn als Stärke.

In unserem Durst erleben wir ihn als Wasser.

In unserem Hunger erleben wir ihn als Brot.

In unserer Kindlichkeit erleben wir ihn als Vater.

In unserer Verzweiflung erleben wir ihn als Retter.

In unserem Mangel erleben wir ihn als Fülle.

In unserer Gefangenschaft erleben wir ihn als Befreiung.

In unserer Unvollkommenheit erleben wir ihn als Gnade.

In unserer Lüge erleben wir ihn als Wahrheit.

In unserer Dunkelheit erleben wir ihn als Licht.

 

Durch unsere Armut wird er zu unserem Schatz.

Durch unser Nichts wird er zu unserem Alles.

Durch unser Menschsein wird er zu unserem Gott.

 

Je mehr Unzulänglichkeit wir in uns wahrnehmen, je mehr wir uns dem stellen und es einfach zulassen und aushalten können – desto mehr können wir Gott erleben. Unsere Aufgabe in diesem Leben besteht darin, Gott den Mangel und die Scherben zu bringen. Seine Aufgabe besteht darin, uns zu erlösen. Es geht also darum, dass wir immer ehrlicher über unsere Unvollkommenheit werden und immer mutiger, unsere wahre Verlorenheit ohne Gott zu sehen. Denn je mehr wir ihm davon bringen können, desto mehr kann er uns davon erlösen. Je mehr Licht wir in die dunklen Ecken unseres Lebens bringen, desto mehr Dreck und Schaden wird sichtbar werden. Aber erst, wenn wir Gott an diese Bereiche heranlassen und sie nicht überspielen, verdecken, verstecken oder vernachlässigen, kann er sie sauber, schön und heile machen. Also mach dich an die Arbeit und bringe Licht in die dunklen Ecken deines Lebens. Wo es wehtut, da schau genauer hin! Werde neugierig, was sich in den dunklen Ecken hinter deinen unangenehmen Gefühlen wirklich verbirgt. Stelle dich deiner eigenen Wahrheit. Und du lernst Schätze über Gott!

 

Denn indem wir uns all dem Schlechten in unserem Leben stellen, geben wir Gott unser wahres Ich. Kein aufpoliertes, oberflächliches, schöngelogenes Ich. Sondern wir geben uns Gott als die, die wir wirklich sind. Und das ist manchmal kaputt, hässlich, böse, dreckig, schwach, hilflos, verzweifelt, traurig. Und dann erst kann Gott wirken: er kann uns heilen, gut, sauber und stark machen, uns helfen und uns trösten.

 

Alles beginnt mit der unangenehmen Wahrheit über uns und endet mit der befreienden Wahrheit über Gott. Je mehr wir unsere Wahrheit sehen, desto mehr bedeutet uns die Wahrheit über Gott. Mögen wir uns die Wahrheit nie gut lügen – wir würden Gottes *BESSER*, die Erlösung verpassen. Mögen wir uns stattdessen unserer Zerstörtheit stellen, damit Gott alle unsere Scherben heilen und wir ihn in seiner ganzen Fülle erleben können.

 

„Ich habe erwählt den Weg der Wahrheit, deine Urteile habe ich vor mich gestellt.“

(Psalm 119,30)

 

„…und werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.“

(Johannes 8,32)

 

„Bin ich denn damit euer Feind geworden, dass ich euch die Wahrheit vorhalte?“

(Galater 4,16)

 

„Denn ihr wart früher Finsternis; nun aber seid ihr Licht in dem Herrn. Wandelt als Kinder des Lichts; die Frucht des Lichts ist lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit.“

(Epheser 5,8-9)

 

„Denn sie haben die Liebe zur Wahrheit nicht angenommen, dass sie gerettet würden.“ (2.Thessalonicher 2,10)

 

„Gott, unserm Heiland, … will, dass alle Menschen gerettet werden und sie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen.“

(1.Timotheus 2,4)

 

„Wenn wir sagen, wir haben keine Sünde, so betrügen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns. Wenn wir aber unsre Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und reinigt uns von aller Ungerechtigkeit. Wenn wir sagen, wir haben nicht gesündigt, so machen wir ihn zum Lügner, und sein Wort ist nicht in uns.“

(1.Johannes 1,8-10)

 

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