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Hier ist die Geduld der Heiligen...

June 25, 2017

 Foto: Ronja Wolf

 

„Hier ist die Geduld der Heiligen…“

(Offenbarung 14, 12)

 

Geduld.

 

Das ist wohl die schwerste Schule, in die Gott uns schickt: die Schule der Geduld. Gottes Wartezimmer. Geduld = Warten. Geduld mit Gottes Plan mit uns. Geduld mit uns selbst. Geduld mit anderen. Geduld ist unangenehm. Warten zu können – ohne wahnsinnig zu werden oder Abkürzungen zu suchen. Zu warten ohne aufzugeben. Das fällt uns so schwer. Deshalb ist Geduld die wirklich starke Liebe und der wirklich starke Glaube. Denn Geduld kostet uns Kraft, viel Kraft.

 

Wer geduldig ist, der wählt das Gute. Das Bessere. Denn wer geduldig ist, hat verstanden, dass manche Dinge Zeit brauchen, um gut zu werden. Oder um besser zu werden. Dabei gilt:

 

DAS GUTE IST IMMER DER FEIND DES BESTEN.

 

Der Geduldige hat verstanden, dass die Zeit des Wartens sehr wertvoll und kostbar ist, weil sie aus einem kleinen ungenießbaren Apfel einen großen süßen Apfel werden lässt. Und wer wirklich das Gute liebt, der wartet auf den großen Apfel. Ein geduldiges Herz ist ein starkes Herz; ein Herz mit einer starken Liebe zum Guten. Der Geduldige ist klug und wählt den besseren Teil. Geduld ist Gottvertrauen für Fortgeschrittene.

 

Nur weil wir in Bezug auf uns, Gott und diese Welt so oft nicht sehen, was während der Wartezeit geschieht, scheint sie uns sinnlos. Wir sitzen in einem Wartezimmer ohne zu wissen, worauf wir warten. Aber Gottes Pläne mit uns sind nie sinnlos. Wenn Gott dich warten lässt, ist es nicht sinnlos. Warten heißt tatsächlich Nichtstun. Und doch trotzdem gleichzeitig gerade dadurch ein besserer Mensch zu werden. Stärker zu werden. Schöner. Reifer. Saftiger. Süßer. Wertvoller. Segensreicher. Unsere Qualität steigt, wenn wir die Wartezeit in Gottes Gegenwart verbringen. Er ist die Sonne, wir sind der Apfel. Und während wir in seiner Gegenwart ausharren, und mit aller Kraft nichts tun außer zu vertrauen, werden wir zu dem, wozu wir geschaffen wurden. Es ist die schwerste von allen Übungen: nichts zu tun, wenn Gott es verlangt.

 

 „Der HERR wird für euch kämpfen, und ihr sollt still sein!“

(2. Mose 14, 14)

 

Gott würde dir sofort das geben, wonach du verlangst, wenn es gut genug wäre. Aber es ist noch nicht gut genug. Er will dir das Beste geben. Und DAS GUTE ist immer Feind DES BESSEREN. Gott lässt dich warten, weil er etwas BESSERES hat. Glaubst du das? Liebst du das Gute so sehr, dass du bereit bist dafür zu warten? Wie gut ist dein Herz? Wie stark ist die Liebe zu dem Guten in deinem Herz?

 

Geduld erfordert Gottvertrauen. Und so wie Muskeln nur unter Belastung wachsen, so wächst unser Gottvertrauen nur in den schweren Zeiten. Geduld fordert unser Gottvertrauen heraus – den starken Glauben daran, dass seine Wege wirklich die besseren sind. Auch wenn sie gar nicht so scheinen. Hinter der Ungeduld steckt nämlich der Zweifel, der Unglaube. Wir bewerten Gottes Wege mit uns als schlecht – weil sie so lange dauern. In unseren Augen ist jetzt immer besser. Wir Menschen sind kurzsichtig. Wir können das Schöne in der Ferne nicht sehen. Und worauf sollen wir warten? Wir wollen ein Partner, Kinder, einen Job, Gesundheit, eine Antwort von Gott. Aber was, wenn am Ende des Wartens all das nicht seht? Was, wenn die Wartezeit nichts bringt, außer dass unser Herz noch näher bei Gott ist? Was, wenn sie uns nichts bringt außer einer weiteren Erfahrung mit ihm? Was, wenn die Zeit des Wartens nichts bringt, außer unseren Glauben darin zu stärken, dass Gott gut ist und dass Gott groß ist? Wäre das nicht das Warten wert? Worauf wartest du? Erwarte nichts. Außer mehr von Gott.

 

Warum werden wir so nervös, wenn Gott uns warten lässt? Vielleicht weil wir glauben, etwas zu verpassen? Aber hey, was willst du denn mit Gott verpassen? Glaubst du, er will dir dein Glück vorenthalten. Dein Gott ist gut! Ungeduld ist der Beweis deines Unglaubens. Das einzige, was du verpassen kannst, ist, in diesem Moment dein Herz in Gottes Frieden und dem Glauben an seine Liebe und Allmacht ruhen zu lassen. DAS ist es, was wir nicht verpassen dürfen.

 

„Wer sein Leben liebt, der wird es verlieren; wer aber sein Leben in dieser Welt hasst, wird es zum ewigen Leben bewahren.“

(Johannes 12,25)

 

Woran hängst du? Lege dieses Erdenleben in Gottes Hand – und alle deine Wünsche und Pläne. Opfere sie ihm, lass sie sterben. Wir sind auf dieser Erde, um Gottvertrauen zu lernen. DAS ist der Plan. Alles andere sind nur Gottes Lehrmittel, um uns das beizubringen. Das Leben ist eine Schule des Gottvertrauens und du sitzt in Gottes Klassenzimmer. Geduld ist der Sportunterricht für das Gottvertrauen deines Herzens. Es ist die Kraft, die Herz stark macht. Es ist das, was dich bei Gott halten wird – auf das Ende der Geschichte warten zu können. Wir haben eine Ewigkeit – wir können hier nichts verpassen, wenn das wahre Leben doch erst kommt. Und wenn du dein ganzes Erdenleben nur damit verbringst, Gott vertrauen zu lernen, dann hast du es gut verbracht. Denn das ist wahrer Erfolg.

 

Geduld zu haben heißt: Meine Pläne für heute, morgen und übermorgen in Gottes Hand zu legen. Sie abzugeben und zu verstehen:

ES IST EGAL, WAS IN MEINEM LEBEN PASSIERT, SOLANGE GOTTVERTRAUEN PASSIERT.

 

Geduld ist ein Kind von Frieden. Frieden inmitten des Sturms. Wer Frieden hat, der kann warten. Denn Frieden entsteht durch ein grenzenloses Vertrauen in einen großen, guten und nahen Gott. Frieden ist der Glaube, dass Gottes Wege immer die besseren sind. Und Glaube ist immer ein Festhalten am dem, was da ist, was wir aber jetzt nicht sehen können. Gott hat immer ein Sinn und ein Ziel für jede Stunde deines Lebens. Immer ist es der Sinn bei ihm zu sein. Manchmal auch mehr. Und manchmal schiebt sich eine Wolke zwischen dich und Gottes Pläne mit dir und du kannst Gott nicht verstehen. Dann musst du glauben.

 

„Jesus antwortete und sprach zu ihm: Was ich tue, verstehst du jetzt nicht; du wirst es aber danach erkennen.“

(Johannes 16,7)

 

„Ohne Glauben aber ist es unmöglich, ihm zu gefallen. Denn wer vor Gott treten will, muss glauben, dass er ist und dass er die belohnt, die ihn suchen.“

(Hebräer 11,6)

 

„Thomas, du glaubst, weil du mich gesehen hast; glückselig sind, die nicht sehen und doch glauben!“

(Johannes 20,19)

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