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Was haben wir Christen, was die anderen nicht haben?

October 8, 2017

Foto: Ronja Wolf

 

Was unterscheidet uns Christen von all den Nicht-Christen? Haben wir nicht genauso viele Probleme? Sind wir nicht auch voller Schmerz und Wut und Angst? Machen wir nicht genauso viele Fehler und kennen wir nicht genauso diese unendliche innere Leere? Warum sind wir so stolz darauf, Christen zu sein, wenn wir in Wirklichkeit auch keine besseren Menschen sind? Weil dies nicht unser Zeugnis ist.

 

Wir sind dieselben Menschen. Wir haben dieselben Probleme. Wir machen dieselben Fehler. Und doch leben wir unter anderen Umständen. Das unterscheidet uns: Das ist unser Zeugnis: Wir kennen einen Gott, den sie nicht kennen. Und das verändert alles.

 

Unser Zeugnis besteht nicht darin, dass wir gute Menschen mit einem guten Herz sind, sondern dass wir einen guten Gott haben, der in unseren Herzen wohnen will, die ohne ihn so böse sind.

 

Unser Zeugnis besteht nicht darin, dass unsere Herzen weniger egoistisch sind, sondern dass wir einen Gott haben, der unser Herz verändern kann und der uns Liebe gibt, die wir nicht haben und nicht produzieren können.

 

Unser Zeugnis besteht nicht darin, dass wir weniger Fehler machen, sondern dass wir sie dank Gott bekennen und umkehren.

 

Unser Zeugnis besteht nicht darin, dass wir weniger Versuchungen erleben und uns das Böse weniger reizt, sondern dass wir Waffen für den Kampf, innerliche Kraft und eine Zuflucht haben, sodass wir mit Gott über das Böse siegen können.

 

Unser Zeugnis besteht nicht darin, dass wir weniger Wut empfinden oder weniger Ungerechtigkeit erleben, sondern dass wir mit Gottes Hilfe anderen vergeben können.

 

Unser Zeugnis besteht nicht darin, dass wir nicht falsche Wege gehen, sondern dass wir einen Gott haben, der zu unseren Herzen spricht und uns dadurch immer wieder zurück auf den guten Weg führt und uns vor dem Schlechten warnt.

 

Unser Zeugnis besteht nicht darin, dass wir weniger Schuld auf uns geladen haben, sondern dass sie uns vergeben wurde und jemand dafür sorgt, den Schaden wiedergutzumachen, den wir angerichtet haben.

 

Unser Zeugnis besteht nicht darin, dass wir alles besser könnten, sondern dass wir uns auf dem guten Weg gegenseitig begleiten, dass wir Lehrer haben und ein Buch, sodass wir beständig im Guten wachsen.

 

Unser Zeugnis besteht nicht darin, dass wir schon am Ziel sind, sondern dass wir ein besseres Ziel haben und dass wir den Weg dahin kennen und den, der uns Kraft und Motivation gibt.

 

Unser Zeugnis besteht nicht darin, dass wir weniger Belastungen erleben, sondern dass wir unsere Last zu Gott bringen und bei ihm ablegen können.

 

Unser Zeugnis besteht nicht darin, dass wir keine Sorgen kennen, sondern dass wir sie Gott anvertrauen und abgeben können, weil er versprochen hat, für seine Kinder zu sorgen.

 

Unser Zeugnis besteht nicht darin, dass uns weniger Dinge in dieser Welt Angst machen, sondern dass wir trotz diesen Umständen inneren Frieden finden können.

 

 

Unser Zeugnis besteht nicht darin, dass wir weniger weinen, sondern dass wir trotz aller Trauer immer noch trotzdem Grund zur Freude haben und lachen können.

 

Unser Zeugnis besteht nicht darin, dass wir keine Verzweiflung kennen, sondern dass wir eine Hoffnung haben, die uns aus der Verzweiflung holt.

 

Unser Zeugnis besteht nicht darin, dass wir Gott immer hören, sehen und fühlen, sondern dass wir genügend Gründe haben, trotzdem bei ihm zu bleiben (wie Hiob).

 

Unser Zeugnis besteht nicht darin, dass wir für alles eine Lösung haben und alles heilen können, sondern dass wir den kennen, der die Lösung für alles hat und alles heilen kann.

 

Unser Zeugnis besteht nicht darin, dass unser Herz nie gebrochen wurde, sondern dass wir einen Gott haben, der zerbrochene Herzen heilt und verbindet.

 

Unser Zeugnis besteht nicht darin, dass wir auf dieser Welt nicht leiden, sondern dass wir getröstet sind, weil wir wissen, dass Gott alle Tränen abwischen wird und auf uns eine Welt wartet, in der es keinen Schmerz und keinen Tod und keine Tränen mehr geben wird.

 

Unser Zeugnis besteht nicht darin, dass wir die endlose innere Leere nicht kennen, sondern dass wir einen haben, der sie mit Gutem füllt und sogar überlaufen lassen kann.

 

Unser Zeugnis besteht nicht darin, dass wir etwas Besseres geleistet haben, sondern dass wir mit mehr beschenkt wurden – als jene Menschen, die diesem Gott nicht nachfolgen.

 

Warum haben wir Christen all das so oft trotzdem nicht? Weil auch wir Christen wie alle Menschen sehr vergesslich sind. Weil auch wir Christen viel zu oft mit anderem beschäftigt sind. Weil wir das alles manchmal selbst nicht glauben. Weil auch wir uns viel zu oft vor Gott verschließen oder daran zweifeln. Und weil auch wir Christen all das noch immer viel zu wenig verstanden haben – wer unser Gott eigentlich ist und was er für uns getan hat, jeden Tag tun will und eines Tages tun wird. Welcher Gott ist wie unser Gott?

 

Mögen wir Christen uns gegenseitig an all das erinnern, uns all das gegenseitig erklären, all das nicht bezweifeln, all das nie mehr aufgeben und nicht loslassen – wo sonst könnten wir es finden, wer sonst sollte es uns geben? Wer sonst hat, was wir haben können? Wir haben mehr, viel mehr als diese Welt. Wir haben viel, viel mehr als alle anderen Religionen. Wissen wir das eigentlich? Wissen wir eigentlich, wer der Gott ist, dem wir dienen? Wissen wir eigentlich, was Christentum bedeutet? Kennen wir selbst das „Evangelium“ – die „gute Nachricht“?

 

 

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