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Ein Mann im Walfischbauch - Teil 1

November 9, 2017

 Foto: Ronja Wolf

 

Das hier ist die Moral aus der Geschichte von dem Mann, der von einem Walfisch verschluckt wurde – und worum es in dieser Geschichte eigentlich geht.

 

Teil 1

 

Jona – der einzige in diesem ganzen Buch, der Gott wirklich kennt – rennt vor Gott davon. Er flieht vor Gott. Er will einfach nicht, was Gott will. Nicht, dass er sich deshalb als „ungläubig“ bezeichnen würde, nein! „Ich fürchte den Herrn.“, erklärt Jona den Fremden (Jona 1,9). Ja klar, Jona, machst du Witze!? Du lebst im offenen Ungehorsam gegen Gott. Das nennst du vor aller Welt „gläubig“ und „Christ sein“? Das ich nicht lache! Und das bist *du*. Und das bin ich. Jetzt. Gestern. Oder morgen.

 

Wie oft laufen wir vor dem Willen Gottes davon? Wie oft ist Gottes Weg so klar – aber wir schreien innerlich so laut wir können: „Nein! Nein, nein, nein, Gott! Ich will das nicht. Nein!“ Und dann tun wir, was immer *wir* wollen und Gott *nicht will*: diese Liebesbeziehung, diese Angewohnheit, diese selbstsüchtige Entscheidung. Wir ignorieren Gottes Gebot, diesen Gottesbefehl, diesen Bibeltext, der uns ganz und gar nicht passt. Wir laufen, wir rennen dorthin, wo uns kein Gott erreichen kann. Wo wir Gottes Stimme nicht mehr hören können:  bei den gleichdenkenden Freunden, in der Ablenkung, vielleicht sogar in besonders frommen Aktivitäten oder an den Orten, wo man unseren Weg ganz laut gut heißt. Hauptsache, dieses unangenehme Gefühl verschwindet – dieser „Gottesbefehl“.

 

Wir argumentieren uns eine passende Theologie zurecht, befestigen sie mit Bibelversen und umgeben uns mit Gleichgesinnten. Oder wir gehen einfach gar nicht mehr in die Kirche. Wir verstecken unsere Bibel im Nachttisch und meiden unsere christlichen Freunde. Wir basteln unser Weltbild, in das unser Lebensstil passt. Wir suchen nach Entspannungstechniken bis wir – wie Jona – mitten im Sturm unseres Lebens tief und fest schlafen können. Es lebt sich manchmal ganz tiefenentspannt im Ungehorsam gegen Gott. Und dabei meinen wir noch, wir „fürchten Gott“ und wären doch ganz gute Menschen. Wir Lügner! Wie wir uns selbst schönreden! Denken wir wirklich, dass Gott unser Ungehorsam egal ist? Jona lehrt uns, dass dies ein gewaltiger Irrtum ist. Gott ist es nie egal, wenn wir vor ihm davonlaufen. Sein Herz hängt an uns. Er läuft uns hinterher. Er kann nicht anders. Er will nicht ohne uns. So ein Pech! Mein Gott, das ist unser Glück.

 

Wenn wir einmal ganz ehrlich sind, dann steckt in jedem von uns ein Jona. Einer, der vor Gottes Willen und Gottes Befehl, Gottes Auftrag, davonläuft. Nur, dass Jona einer der hässlichsten Männer der ganzen Bibel ist – und deshalb wollen wir uns ganz schnell von ihm distanzieren. Aber dann hat uns die ganze Geschichte nichts zu sagen – wenn sie nicht um *uns* geht, sondern um irgendwen anders. Je ehrlicher *ich* bin, desto mehr Jona entdecke ich in mir. Und hier hat die Geschichte erst begonnen. Jetzt hat sie *mir* etwas zu sagen.

 

Wo in deinem Leben läufst du vor Gott davon? Vor welcher Entscheidung fliehst du? Was solltest du *eigentlich* tun? Wo warst du schon einmal ein Heuchler – und wie hat Gott dich wieder zur Umkehr gebracht? In welchem Bereich deines Lebens könntest du schwach werden und vor Gott davonlaufen, wenn er *diese Sache* von dir verlangen würde? Sei mal ganz ehrlich heute zu dir – und suche den Jona in dir.

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