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Oh Mensch, lerne tanzen!

November 12, 2017

Foto: Ronja Wolf

 

„Du hast meine Trauer in einen Tanz voller Freude verwandelt.“ (Psalm 30,12)

 

Von Victor Hugo stammen die Worte: „Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber zu schweigen unmöglich ist.“ Wenn wir wirklich von etwas ergriffen sind, dann fehlen uns die Worte. Dann brauchen wir mehr. Wenn wir emotional werden – und das werden wir immer, wenn wir irgendetwas wirklich Wichtiges begreifen, was unser Leben betrifft – dann brauchen wir mehr als Worte. Dann will unser Körper sprechen. Wir machen Gesten, Bewegungen, Töne, Melodien, die unsere Gefühle, unsere Erlebnisse ausdrücken. Wir müssen uns aus-drücken. Wer übervoll ist, muss sich aus-drücken. Wir weinen oder wir singen. Wir werfen uns auf die Knie, schlagen die Hände vors Gesicht, springen in die Luft, fallen uns um den Hals oder in die Arme. Oder wir tanzen.

 

Dabei geht es nicht nur um ein salonfähiges erotisches Vorspiel zwischen zwei Erwachsenen. Nein, Tanz ist viel mehr. John Dryden sagte einmal: „Tanz ist die Poesie des Fußes." Friedrich Nietzsche erklärte gar: „Ich würde nur an einen Gott glauben, der zu tanzen verstünde.“ Die Bibel ist voller Poesie und voller Musik: Klagelieder, Psalmen, gedichtete Gebete. Wo Worte unsere Emotionen nicht fassen können, dort dichten und singen wir. Wo der Gesang und Poesie alleine unsere Emotionen nicht fassen können, dort tanzen wir. Tanzen ist Träumen, ist Lachen, ist Singen mit den Beinen. Wer liebt, wer trauert, wer sich freut oder ergriffen ist – der braucht mehr als Worte.

 

Wer wirklich begriffen hat, was Gott für ihn getan hat, der wird tanzen. Tanz ist ein ganzkörper-Lachen. Tanzen ist Freude bis in die Fingerspitzen. Tanz ist übersprudelnde Begeisterung. Tanzen ist Freiheit, ist Ergriffen-sein, ist Poesie mit den Füßen, ist gelebtes Gebet. Mögen wir tanzende Christen sein – oder haben wir nicht verstanden, wer unser Gott ist und wovon er uns befreit hat? Freuen wir uns denn nicht? Oder haben wir nie gelernt, unsere Freude auszurücken?

 

So schrieb der Kirchenvater Augustinus Aurelius:

 

„Ich lobe den Tanz

der alles fordert und fördert

Gesundheit und klaren Geist

und eine beschwingte Seele.

 

(…)

 

O Mensch,

lerne tanzen,

sonst wissen die Engel

im Himmel mit dir

nichts anzufangen.“

 

 

 „Lobt seinen Namen beim Tanz und spielt für ihn mit Tamburin und Harfe.“ (Psalm 149,3)

 

 

 

 

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