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Führe uns den rechten Weg!

February 18, 2018

 Foto: Ronja Wolf

 

Ich lehne die starre Formen, strikten Gebetsvorschriften und formelhaften Gebete der Muslime, ihr Glaubensbekenntnis und ihren Propheten ab. Auch die Tatsache, dass sie in einer Sprache beten müssen, welche die meisten gar nicht verstehen, halte ich für sehr falsch. Aber ich lernen von ihnen eine Ernsthaftigkeit, tiefe Demut und große Ehrfurcht vor Gott im Gebet. Ich lerne von ihnen, dass Beten wichtiger ist – als schlafen, als arbeiten, als alles, womit ich gerade beschäftigt bin.

 

Ich lernen von ihnen, dass das Gebet der rote Faden sein soll, der sich durch unser Leben zieht – „der Atem der Christen“, wie Oswald Chambers es nannte, „das Zeichen, dass wir wirklich [mit Gott] leben“. Fünfmal täglich betet ein gläubiger Muslim. Sie folgen damit mehr als viele Christen dem Beispiel Daniels, der selbst bei Androhung von Todesstrafe noch immer dreimal täglich öffentlich zu Gott kam, um ihm zu danken, zu bitten und um Gnade, Beistand und Hilfe anzuflehen (Daniel 6).

 

Die Muslime rufen einander zum gemeinsamen Gebet mit den Worten: „Allahu akbar!“ (Gott ist der Größte! Kommt her zum Gebet! Kommt her zum Heil! Gott ist der Allergrößte!) Und darin steckt für mich die Erinnerung: Gott ist schöner. Gott ist besser. Gott ist mächtiger. Gott ist wichtiger, als das, was du gerade tust. Vergiss einmal kurz alles hier, denn was du am Ende im Leben wirklich brauchst, ist Gott, Gott allein. Er kann helfen, er kann geben, er kann nehmen – was immer wir brauchen. Darum tragen Muslime auch wenn möglich schöne Kleidung während des Gebet und darum lassen sie sich auch im Gebet durch nichts ablenken – denn sie treten vor einen großen König, den größten König.

 

Nach der rituellen Waschung, die vor dem Gebet Pflicht ist, sagt mancher Gläubige: „Allah, mach mich zu einem der Reumütigen und mach mich zu einem sich Reinigenden.“ Demut, der Wille zur Umkehr, der Wunsch nach Reinheit – wir Christen haben Gottes Versprechen, dass Er ein solches Herz nicht ablehnen wird (Psalm 51,19).

 

Und dann beginnen sie ihr Gebet mit Lobpreis, wie auch wir es tun: „Geheiligt werde Dein Name.“ Mit den Worten des Orients: „Preis sei Dir, o Gott, und Lob sei Dir, und gesegnet ist Dein Name, und hoch erhaben ist Deine Herrschaft, und es gibt keinen Gott außer Dir.“

 

Und dann fügen sie hinzu, was auch wir täglich, stündlich innerlich flehen und uns daran gegenseitig erinnern sollten: „(…) Dir allein dienen wir und Dich allein flehen wir um Hilfe an. Leite uns den rechten Pfad, den Pfad derer, denen Du gnädig bist, nicht derer, denen Du zürnst und nicht derer, die in die Irre gehen. Amen“

 

Und sie schließen ihr Gebet schließlich mit den Worten:

„O Gott, Du bist der Friede und der Friede ist von Dir.

Gesegnet bist du, o Herr, von Erhabenheit und Ehre.

O Gott, hilf mir, mich Deiner zu erinnern,

Dir zu danken und Dir aufs Beste zu dienen.“

 

„O Gott, leite mich mit denen, die Du geleitet hast

und heile mich mit denen, die Du geheilt hast,

und beschütze mich wie die, die Du beschützt hast,

und segne das, was Du mir gegeben hast,

und bewahre mich vor dem Schlechten, das Du beschlossen hast,

denn nur Du bestimmst und niemand bestimmt über Dich.

Wahrlich, niemand kann gedemütigt werden, wenn Du ihn beschützt.

Und niemand kann die Oberhand gewinnen, dessen Feind Du bist.

Gesegnet bist Du, unser Herr, und erhaben.“

 

„Es gibt keinen Gott, außer unseren Gott.

Friede sei mit euch und Gottes Gnade.“

 

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