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Keine Maus der Welt...

February 25, 2018

 Foto: Ronja Wolf

 

 

ÜBER NICHTS IN DER WELT

 

MÜSSEN WIR SO SEHR TRAUERN,

 

WIE UM DAS WISSEN,

 

DASS WIR DAS BÖSE IN UNSEREN HERZEN TRAGEN.

 

 

Irgendjemand hat „Scheiß Hitler!“ an die Tafel geschrieben. Und jetzt sitze ich mit meiner Flüchtlingsklasse da und spreche über das Thema „Krieg“. Sie alle wissen besser als ich, was Krieg ist. Und alle hassen den Krieg. Die sechs Afghanen berichten eindrücklich darüber, was es heißt im Krieg zu leben und was er das Land, sie und ihre Familien gekostet hat. Aber keiner von ihnen hat Hoffnung, dass der Krieg bald enden wird. Und ich frage sie: Wie kann ein Krieg enden?

 

Einer meint: „Man braucht den Krieg, damit Frieden entsteht. Erst wenn die Menschen den Krieg geschmeckt haben, werden sie Frieden halten.“ Ein anderer protestiert. Und ich erzähle ihnen von den Millionen Toten im 1. Weltkrieg. Nur 15 Jahre später zogen die Deutschen wieder jubelnd ist das Massenmorden. Sie hatten scheinbar gar nichts gelernt. Von all den Kriegen davor ganz zu schweigen. Wie lange herrscht in Afghanistan schon Krieg? Keiner weiß mehr, wann er eigentlich angefangen hat… Die Menschen lernen nicht aus ihrer Geschichte, sie lernen nicht durch Schmerz. Was hat den Krieg in Deutschland beendet? „Die haben sich irgendwann geeinigt, das war die Wiedervereinigung.“ Ok, wir müssen unbedingt noch mehr über Deutsche Geschichte lernen, das war nicht das Ende des 2. Weltkrieges. „Nein,“, erkläre ich ihnen, „Die Alliierten, die Ausländer haben Deutschland so kaputt gemacht, dass es nicht mehr kämpfen konnte!“ Die Deutschen haben bis zum Ende nicht aufgegeben. Sie haben sogar Kinder in den sinnlosen aussichtslosen Krieg geschickt. Nur übermächtige Gewalt konnte den Krieg beenden – keine Einsicht…

 

„Nein, Afghanistan braucht Bildung!“, bringt ein anderer vor. „Wenn die Menschen so gebildet wären wie die Deutschen und auch in die Schule und zur Universität gehen würden, dann würden sie mit dem Krieg aufhören!“ „War Hitler ungebildet?“, frage ich sie. „Waren die Deutschen ungebildet?“ Nein, sie alle konnten lesen und schreiben, es gab Universitäten und schon lange große Wissenschaften. „Und überhaupt,“, fragt ein anderer, „warum verkaufen die Deutschen Waffen nach Afghanistan?“ „Weil man damit Geld machen kann… Ist ja klar.“, antwortet sein Mitschüler. Die gebildeten Deutschen und Amerikaner… Mit seiner Intelligenz und Wissenschaft erfand der Mensch die Atombombe und warf sie auch.

 

„Aber was hilft dann, Frau Wolf?“, fragen sie mich, ratlos. „Sagen Sie, bitte, was denken Sie? Was beendet einen Krieg?“ Ich erzähle ihnen etwas von Vergebung und die Afghanen sagen mir sofort, dass das in Afghanistan unmöglich ist – Blutrache ist die Lösung der meisten. Wir lernen neue Vokabeln, z.B. die Gegenteile „Rache“ und „Vergebung“. Was ich wirklich denke, schreibe ich hier:

 

Jeder Mensch trägt das Böse in seinem Herzen. Wir kennen furchtbare Experimente und wissen, dass selbst die gutmütigsten Menschen zu grausamen Tieren werden können, wenn die Umstände nur entsprechend sind. Wir alle kennen unseren eigenen Egoismus. Wir alle müssen uns täglich zwischen Gut und Böse entscheiden: denken wir an uns oder an die anderen? Nehmen wir Rücksicht, bringen wir Opfer, wollen wir vergeben, ohne Aussicht auf Belohnung Gutes tun? Aber wie tragisch ist es: Das Gute fällt uns oft so schwer und das Böse meistens so viel leichter. Wie oft wollen das Gute einfach nicht? Wie oft verwechseln wir sogar das eine mit dem anderen und halten das Böse für gut und das Gute für schlecht?

 

"Lass dich nicht vom Bösen besiegen, sondern besiege das Böse durch das Gute." (Römer 12,21)

 

Was wir Menschen brauchen ist nicht Bildung, sondern Erlösung. Das ist es, was der Aufklärung fehlt: ein neues Herz. Der Mensch weiß alles, aber er will nicht. Was wir brauchen, ist einen Geist, der in uns lebt und uns ermutigt und stärkt, das Richtige zu tun. Wir Christen nennen das: der Heilige Geist.

 

Was wir Menschen brauchen ist eine Umwandlung des Herzens: Wir müssen lernen das Gute zu lieben und das Böse zu hassen – anstatt umgekehrt. Wir brauchen ein Wunder. Wir brauchen Gott, der in uns lebt. Und Gott sei Dank, es gibt Gott! Und er will in uns leben.

 

Gott kann das. Gott tut das: Uns den Willen und die Fähigkeit zu Vergebung, zu Liebe, zum Frieden halten schenken. Wenn wir Gott täglich darum bitten, wird er genau das tun: unser Herz verändern. Seinen Geist in unser Herz ausgießen. Das ist das Christentum: Gott in uns. Ein anderes Denken. Ein besseres Wollen. Ein guter innerer Mensch. Neue Menschen. Ein Wunder. Wir nennen es: Wiedergeburt.

 

Das ist das Evangelium. Das ist die Rettung der Menschheit. Wir brauchen nicht bloß mehr Bildung. Wir brauchen mehr Missionare.

 

www.himmelauferden.info

 

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